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Restauration P200E
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Bei einer kompletten Restaurierung sollte man die Schweißpunkte der Karosserie im Beinschild- und Trittbrettbereich, sowie entlang des "Rückens" verdoppeln. Das heißt, man bohrt zwischen jeden werksseitigen Schweißpunkt mit einem Schweißpunktbohrer das erste Blech bis zum zweiten Blech durch. Achtung: Das zweite Blech nicht durchbohren. Dann füllt man das Loch mit dem Schutzgasschweißgerät aus. Bei dieser Arbeit muss die Karosserie absolut eben auf dem Boden stehen. Nach dieser Arbeit ist die Steifigkeit der Karosserie um ein Vielfaches besser, was man deutlich am Fahrverhalten merkt.



Ein Kolbenstopper wird anstelle der Zündkerze in den Zylinderkopf gedreht. Gleichzeitig dreht man immer vorsichtig am Polrad, bis der Kolben irgendwann nicht mehr über O.T hinweg kann.  Jetzt markiert man mittels eines dünnen Stiftes EINEN Strich auf dem Polrad (hinten am Luftkanal, direkt ganz nahe am Motorgehäuse) und dreht es im Uhrzeigersinn auf Anschlag, d.h. gegen den Kolbenstopper. Hier wird nun am Gehäuse (es bietet sich wunderbar der Luftkanal an) eine fluchtende Markierung mit der Polradmarkierung gemacht. Beide Markierungen sollten unmittelbar nebeneinander liegen.

Dann wird das Polrad gegen den Uhrzeigersinn gegen den Kolbenstopper gedreht und ebenfalls eine Markierung am Gehäuse angezeichnet.

Man hat nun EINE Markierung am Polrad und ZWEI Markierungen am Motorgehäuse. Mittels eines Zirkels nimmt man nun die GENAUE Mitte der beiden Motormarkierungen. Zur Sicherheit sollte man dieses Spielchen 2 oder 3 mal kontrollieren.

Die Polradmarkierung und die mittlere Motormarkierung kann man nun mit einem kleinen Schraubendreher und einem Hammer in ewig bleibende Kerben umwandeln. Der Kolbenstopper wird entfernt. Dreht man am Polrad, so dass die Markierungen fluchten, steht der Kolben hier genau auf O.T..

Jetzt ermittelt man sich den Umfang, auf dem man die Markierungen am Motorgehäuse gemacht hat, teilt diesen durch 360 und multipliziert diesen mit z.B. 17. Heraus kommt ein Wert "x", der abgetragen als Millimetermaß die Entfernung von der O.T. Markierung die z.B. 17 Grad Markierung ergibt. Auch diese sollte mit einem Hammer und Schraubendreher gekerbt werden. Man kann sich auch eine 17 neben der Markierung einkratzten, neben der O.T. Markierung ein OT.

Jetzt kann das ganze mittels einer Blitzpistole kontrolliert werden und die Zündankerplatte gegebenfalls gedreht werden.  Mit dieser Methode kann man die werkseitigen Markierungen außer acht lassen, da diese immer einer gewissen Fertigungstoleranz unterliegen.

 
   
   
   
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